DolceVita hat Nachgefragt
Das Küchen- und Wohnjournal

Urs Maier@ Bildrechte: creditline: WDR

Meuth, NEUNER-DUTTENHOFER
Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer leben im Nordschwarzwald auf ihrem Apfelgut, sind seit 27 Jahren verheiratet und machen im 24. Jahr die Sendung „Essen & Trinken“ im WDR. Neben der erfolgreichen Reihe „Kulinarische Landschaften“ haben sie viele Bücher geschrieben (gerade arbeiten sie am 62.!) und übersetzt oder herausgegeben. Zuletzt erschienen: „Wo die glücklichen Hühner wohnen“ (Lübbe), in dem sie sich mit der Produktqualität unserer Lebensmittel beschäftigen, „KOCHWERKSTATT – Küchentechnik, Handwerkszeug, 1000 Tipps & Tricks“ (Stiftung Warentest), eine Bestandsaufnahme der modernen Küchentechnik und ihrer Möglichkeiten, sowie das Begleitbuch zur Sendung: „Neues aus unserer Küche“ (vgs). Mehr über die Autoren und alle ihre Aktivitäten – auch Kochkurse auf dem Apfelgut! – findet man auf ihrer Website www.apfelgut.de.

2011 Nachgefragt bei MEUTH NEUNER DUTTENHOFER

Essen und Reisen, das ist für Sie wie…?
Erholung, die Arbeit macht – oder Arbeit, die Spaß macht?

Welches kulinarische Reiseerlebnis ist Ihnen noch besonders im Gedächtnis und warum?
Vier Tage in Venedig – weil es die letzte Reise war und wir mit Freunden die Gelegenheit hatten, auf den Markt zu gehen, nach Herzenslust Fische einzukaufen und in einer privaten Küche so zuzubereiten, wie wir es mögen (und nicht mit den übergarten und überladenen Fischgerichten im Restaurant vorliebnehmen zu müssen).

Sie sind in zahlreichen TV-Sendungen als Koch-Duo zu
sehen. Kochen Sie auch privat am liebsten zu zweit – und
warum?
Ja, weil es Spaß macht, man neue Rezepte dabei besprechen und entwickeln kann – und auch, weil der Kochwein dann viel besser schmeckt.

Was bedeutet Ihnen ein gutes Essen mit Freunden?
Viel Freude und tiefe Befriedigung.

Die Küche ist ein Ort zum…?
Entspannen, kreativ sein, vor sich hin werkeln, miteinander sprechen – wenn wir Besuch haben, trifft sich immer alles in und vor der Küche. Wir müssen uns dann regelmäßig Platz schaffen, um einigermaßen fertig zu werden und etwas auf den Tisch bringen zu können.

Liebe geht durch den Magen... am besten mit welchem Gericht?
Immer das, was Saison hat, also genau zur entsprechenden Jahreszeit gut ist.

Was darf in Ihrem Kühlschrank niemals fehlen?
Weine, Bier, Butter, Käse, unser eigener Schwarzwälder Schinken, Blut- und Leberwurst – ebenfalls aus der eigenen Hausschlachtung.

Kochen Männer anders als Frauen?
Ja, kopflastiger und verkünstelter. Aber manchmal auch einfacher – zum Beispiel wenn sie grillen dürfen.

Woher nehmen Sie die Inspiration für Ihre Kochbücher?
Vor allem von Reisen bringen wir immer wieder neue Er-
fahrungen mit. Und wenn wir für Bücher recherchieren. Manchmal reicht aber auch ein Gang über einen Markt oder durch unseren Gemüsegarten. Außerdem erfahren wir bei unseren Kochkursen viel über das, was gefragt ist und was wir erklären müssen.

Welche berühmte Persönlichkeit würden Sie gerne einmal auf Ihr Apfelgut einladen und warum?
Carl Friedrich von Rumohr, der 1822 sein Buch „Königs Geist der Kochkunst“ veröffentlichte, das wesentlich interessanter und intelligenter ist als das des berühmten Brillat-Savarin – und immer noch aktuell!

Ihr Genießer-Geheimtipp für einen Ausflug in den Schwarzwald?
Sagen wir natürlich nicht, denn wirkliche Geheimtipps muss man für sich behalten!

 

 
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Urs Maier@ Bildrechte: www.ursmeier.ch

Urs Meier
883 geleitete Spiele in 27 Jahren, das ist die beachtliche Bilanz, als Urs Meier Ende 2004 seine Schiedsrichterkarriere offiziell beendet. Champions League, UEFA-Cup, Europa- und Weltmeisterschaften - der sympathische Schweizer pfiff zahlreiche international hochbeachtete Partien, darunter 2002 das WM-Halbfinale Deutschland – Südkorea. Im gleichen Jahr wählte ihn eine Fachjury zum zweitbesten Schiedsrichter der Welt. Als gefragter TV-Fußballexperte und Kommentator ist er „seinem“ Sport bis heute treu geblieben. Obwohl er durch seinen Beruf viel in der Welt herum gekommen ist, hat Urs Meier seiner Heimat nicht den Rücken gekehrt. Er lebt mit seiner Partnerin und deren Kindern im Kanton Aargau. Mehr Infos auf www.ursmeier.ch

2010 Nachgefragt bei Urs Meier

Was ist für Sie in kulinarischer Hinsicht „typisch Schweiz“?
Urs Meier: Fondue und Raclette, d.h. Gerichte, die mit Käse zu tun haben. Da kommt aber auch noch die Kartoffel auf den Tisch, als Rösti und Gschwellti (Pellkartoffeln, Anm. d. Red.), welche sicher „typisch Schweizerisch“ sind.

Was bedeutet Ihnen ein gutes Essen mit Freunden?
Gute Atmosphäre, d.h. schön dekoriert, dazu ein qualitativ gutes Essen mit hochwertigen Produkten und einem ausgezeichneten Wein. Es ist nicht die Menge, die es ausmacht, sondern die Qualität. Gute Freunde sollen spüren, dass sie gute Freunde sind.

Welches Gericht oder welche Speise ist Ihnen (fast) jede Sünde wert?
Frisch gefangene und gleich zubereitete Fische oder Calamares meines Freundes Jaime auf Mallorca.

Welche(s) kulinarische(n) Foul(s) bekommt/bekommen
bei Ihnen die rote Karte?
Alle Formen von Tierprodukten, welche nicht von Nutztieren stammen, wie z.B. Affenhirn, Haifischflosse usw., oder wo Tiere dafür gequält werden, wie z.B. bei der Stopfleber (foie gras).

Die Küche ist ein Ort zum …?
… Verweilen, sich austauschen, ein Ort der Kommunikation, der Begegnung, der Freude, des Lebens. Eine Oase der Inspiration, der Kreativität, der Sinnlichkeit und der Lust. Für mich der schönste Ort im Haus!

Für ein perfektes Dinner braucht man …
… die perfekte Partnerin.

Was darf in Urs Meiers Kühlschrank niemals fehlen?
Frische Salate und Gemüse sowie ein feiner Prosecco.

Suppe, Tee, ein scharfes Chili, oder … - mit was wärmen Sie sich am liebsten von innen?
Mit einer saisonalen und feinen Suppe wärmt man sich nicht nur von innen, da gehen einem auch so richtig die Sinne auf. Die Vielfalt dieser Speise ist einfach genial.

Thailändisch, italienisch, französisch, spanisch, indisch … Welche internationale Küche ist Ihnen die liebste und warum?
Schweizerisch, deutsch, arabisch, afrikanisch, brasilianisch usw. usw. Ich liebe sie alle, weil jede mit Leidenschaft gemacht wird und sie die Welt widerspiegelt, diese wunderbare Vielfältigkeit, welche mich nicht nur auf dem Fußballrasen fasziniert.

Welchen Fußballer würden Sie gerne einmal zum
Essen einladen und warum?
Zinédine Zidane, weil er für mich immer noch der größte Fußballer ist und ich gerne über seinen Abschied auf der Fußballbühne sprechen möchte. Ich habe ihn immer auch als Menschen sehr gemocht.

Ihr Genießer-Geheimtipp für einen Wochenendtripp
in die Schweiz?
Die Schweiz hat so viele wunderbare Orte und Gaststätten. Doch denke ich, einmal in den Viertausendern der Schweizer Alpen zu sein und in der Jägerstube von Elmar Brigger in Grächen/Wallis eine feine Walliser Käseschnitte mit einem wunderbaren Walliser Weißwein (z. B. Heida) zu genießen, das wäre „hüre güet“!

 

 
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Ulrich WickertUlrich Wickert
Niemand konnte die Menschen vor den Fernsehern so ins Bett schicken wie Ulrich Wickert: „Ich wünsche Ihnen eine geruhsame Nacht“ ist ebenso untrennbar mit dem charismatischen Journalisten verbunden wie der Spitzname „Mr Tagesthemen“. Von 1991 bis 2006 moderierte Wickert die vielleicht wichtigste Nachrichtensendung im Deutschen Fernsehen, zuvor war der Paris-Kenner und -Liebhaber bereits viele Jahre fürs Fernsehen tätig. So übernahm er 1984 die Leitung des ARD-Studios in Paris, wo er bereits einmal Ende der 1970er-Jahre als Korrespondent tätig war. Inzwischen macht Ulrich Wickert wieder Hörfunk - „aus reiner Lust“, wie er selbst sagt. Außerdem schreibt er sehr erfolgreich Kriminalromane mit einem Pariser Richter als Hauptfigur. Mehr Infos auf www.ulrichwickert.de

2010 Nachgefragt bei Ulrich Wickert

Dolce Vita: Sie gelten als Paris-Kenner und -Liebhaber. Wie würden Sie die Stadt jemandem beschreiben, der noch nie etwas von ihr gehört hat?
Ulrich Wickert: Die schönste Stadt der Welt lebt von der Einheit ihrer Architektur, in die großartige Monumente eingestreut sind. Stets hat man einen wechselnd anregenden Blick auf die Stadt. Aber das eine sind die Fassaden. Den wahren Reiz der Stadt erlebt erst, wem es gelingt, hinter die Fassaden zu schauen.

Was sollte man an einem Sommertag in Paris
unbedingt tun?
Sich mit viel Zeit in den Jardin du Luxembourg begeben, dort einen Stuhl ergattern und sich in die Sonne setzen. Und dann nur das Leben anschauen. Und vielleicht auch das Karussell, dem Rilke ein schönes Gedicht widmete.

Was schätzen Sie an der französischen Küche?
Sie wird stets aus ganz frischen Lebensmitteln hergestellt – und Franzosen werden nicht dick davon.

Ihr Genießer-Geheimtipp für Paris?
L’Ami Louis. Sie können nicht aufessen, was Ihnen serviert wird. Und alles schmeckt großartig.

In einem Bayern3-Interview heißt es, Sie seien
gerne Hausmann. Wie steht es mit dem Kochen?
Muss ein Hausmann kochen können? Es geht so. Aber ein Feinschmecker würde wahrscheinlich sagen, na ja, Hausmannskost.

Für ein perfektes Dinner braucht man...?
Einen feinsinnigen Koch, einen großartigen Bordeaux.

Was findet man typischerweise in Ulrich Wickerts
Kühlschrank?
Ziemlich wenig, nur das Nötige, Butter, Milch, Marmeladen, ein wenig Aufschnitt, Parmesan, vielleicht Jogurt, immer ein paar Flaschen, die gekühlt werden müssen.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, manchmal braucht er auch…?
Einen guten Tropfen, um die Krümel runterzuspülen.

Nudelsuppe oder geeister Blutwurstschaum
– wo liegen Ihre kulinarischen Vorlieben?
Wenn man zum Chinesen geht, der sich auf Nudelsuppen spezialisiert hat, dann ziehe ich eine große Schüssel dort einem geeisten Blutwurstschaum, der sich im Mund in Luft und Geschmack auflöst, vor.

Welche Berühmtheit würden Sie gerne einmal zum
Essen einladen und warum?
Muss das sein? Berühmtheiten, die man nur aus der Zeitung kennt, können ziemlich anstrengend sein. Menschen, die man kennt, machen da mehr Spaß, selbst wenn sie häufig in der Zeitung stehen sollten.

 

 
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Bully HerbigMichael Bully Herbig
Wird am 29. April 1968 in München geboren und ist das
Multitalent der deutschen Comedy-Szene schlechthin. Seine Karriere beginnt 1991 mit der Radio-Morgenshow „Langemann und die Morgencrew“. Nach kleineren Auftritten in Werbespots und Fernseh-Specials wechselt er 1997 das Medium und produziert „die bullyparade“, in der er Regie führt, das Drehbuch schreibt und selbst auftritt. Es folgen Kinofilme wie der „Schuh des
Manitu“, „(T)Raumschiff Surprise – Periode 1“ oder „Lissi und der wilde Kaiser“, die den Münchner zu einem der erfolgreichsten deutschen Regisseure machen. Seit dem 9. September läuft seine Abenteuerkomödie „Wickie und die starken Männer“ im Kino. Ursprünglich wollte Herbig Profi-Fußballer werden. Diesem Wunsch verdankt er seinen Spitznamen. Ein FC Bayern Trikot mit der Aufschrift des damaligen Sponsors: „Die Bullen – Magirus Deutz“ habe er oft getragen. Daraus wurde dann zunächst „Bulle“, wenig später „Bully“ – weil er der kleinste von sechs Michaels in der Klasse war.

2009 Nachgefragt bei Michael Bully Herbig

DV: Essen und Kindheit
– an was können Sie sich noch erinnern?
Bully: Ich musste zum Glück nicht immer alles aufessen, wenn ich es nicht mochte. Für mich hat das fast schon etwas von Folter. Wenn ich allerdings irgendwo zu Gast war, habe ich hin und wieder aus Höflichkeit so getan, als würde es mir schmecken – das war schlimm.

DV: Auf was haben Sie quasi jeden Tag Heißhunger?
Bully: Wenn es nicht auf die Hüften schlagen würde, könnte ich mir jeden Tag ein Vanilleeis mit Sahne reinpfeiffen – und schön Erdbeeren oben drauf.

DV: Jetzt mal ehrlich: Wann war Ihre letzte
Fastfood-Sünde?
Bully: Das war in der Ton-Mischung von „Wickie und die starken Männer“. Denn wie das nachts um zwei Uhr eben so ist, hast du keine große Auswahl mehr. Dann fährt jemand los und bringt dir einen Burger mit. Und wenn der Burger so vor dir liegt, ist er ehrlich gesagt auch ziemlich lecker. Das könnt ich jetzt nicht jeden Tag essen, aber in Maßen ist das meiner Meinung nach okay. Irgendwie hat ein Burger auch etwas mit Lust zu tun.

DV: Bei was dreht sich Ihnen der Magen um?
Bully: Ich habe starke Probleme mit Rosinen. Bei einem Schüleraustausch in Brighton habe ich, als ich so 13 Jahre alt war, einmal bei meiner wirklich sehr netten Gastfamilie einen Käsekuchen serviert bekommen, der war gespickt voll mit Rosinen. Wie ein Hamster habe ich die Dinger deshalb links und rechts in den Backen gesammelt und irgendwann auf dem Klo ausgespuckt. Meine Gastfamilie hat das natürlich geschnallt, aber ich habe zumindest nicht gegen meine gute Erziehung verstoßen.

DV: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, manchmal muss er auch etwas trinken. Und das wäre bei Ihnen?
Bully: Das klingt jetzt wahnsinnig langweilig, aber ich konsumiere wenig Alkohol, trinke gerne und oft stilles Wasser. Von süßem Zeug bin ich mittlerweile komplett weg. Ich trinke auch nicht mehr so viel Kaffee wie früher – vielleicht ein, zwei Espresso am Tag. Aber das ist auch ganz gut so.

DV: Was kommt Ihnen auf keinen Fall ins Glas?
Bully: Alles, was irgendwie mit Lakritze zu tun hat. Lakritze schmeckt modrig.

DV: Mit wem würden Sie gerne einmal zum Essen gehen?
Bully: Was ich schon ziemlich cool fände, wäre mal mit Steven Spielberg essen zu gehen. Er dürfte auch bestimmen, wohin.

DV: Und wen würden Sie niemals zu sich an den Tisch bitten?
Bully: Ich glaube, mit Mahmud Ahmadinedschad macht’s
sicher keinen Spaß.

DV: Welche Henkersmahlzeit sollte man Ihnen servieren?
Bully: Oh, das ist eine gaaaanz laaaaange Liste, weil ich den Prozess gerne hinauszögern würde. Aber wie auch immer diese Liste aussehen würde, sie sollte auf alle Fälle mit Vanilleeis und Erdbeeren enden. Nein, ich glaube ich würde mir einfach etwas bestellen, was sie so schnell nicht auftreiben könnten.

 

 
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Hans HaasHANS HAAS
Starkoch Hans Haas gehört zu den ganz Großen am Kochhimmel, genauso wie das ebenso noble wie bekannte Restaurant Tantris in München, dessen Chef de Cuisine er seit 1991 ist. Überdrehte Allüren sind bei dem sympathischen Tiroler allerdings Fehlanzeige, und davon kann man sich spätestens bei einem seiner wunderbaren Kochkurse überzeugen. Nach dem Motto „Lust auf Genuss“ zeigt er Hobbyköchen und solchen, die es werden wollen, wie leicht die leichte, kreative Küche sein kann. Der Erlebnistag mit fünf Gängen, viel Spaß und Geschmack kostet 380 Euro. Alle Details und Termine auf www.hans-haas.de.

2009 Nachgefragt bei Hans Haas

Dolce Vita fragt nach... diesmal beim
sympathischen Tantris-Koch Hans Haas

Dolce Vita: Was essen Sie privat am liebsten?
Hans Haas: Alles, was gut ist.

Und wer kocht bei Ihnen zu Hause? Meine Frau.

Wie würden Sie Ihren Kochstil beschreiben? Locker, leicht und unkompliziert. Das Produkt steht bei mir immer im Vordergrund.

Wie halten Sie sich für die Küche körperlich und geistig fit? Ich fahre Ski, setze mich aufs Rad und gehe zum Laufen – so oft, wie es die Zeit erlaubt.

Wo holen Sie sich Ihre Kreativität für die Küche? Ich schöpfe viele Ideen durch das tägliche Arbeiten mit den Produkten. Und ich höre nie auf, mich verbessern zu wollen.

Welche Gerüche und Gewürze mögen Sie am liebsten? Alles an frischen Kräutern und gemörserten Gemüsen.

Und was würden Sie in Ihrer Küche nie verwenden?
Glutamat geht gar nicht.

Welche Küchenhilfe darf bei Ihnen nicht fehlen? Das Touchon (Küchentuch, Anm. d. Red.) oder Hangerl, wie man in Österreich sagt.

Wie würden Sie in aller Kürze sich selbst, Ihr Restaurant und die Atmosphäre in Ihrer Kochschule beschreiben? Ich bin locker und gut drauf, mich haut nicht so schnell etwas um. Unser Restaurant ist einmalig, stilvoll, aber nicht steif. Und in unserer Kochschule darf man sich wie zu Hause fühlen, hier geht es gemütlich und unbeschwert zu.

Welche Vorkenntnisse benötigen Ihre Kochschüler, um einen Kurs bei Ihnen zu machen? Keine. Nur Freude am Kochen und Essen.

Welches Lob freut Sie am meisten? Wenn der Gast sagt: „Es war schön, wir kommen wieder!“

Wenn Sie sich etwas wünschen könnten, was würden Sie verändern? Gar nichts, alles passt so, wie es ist.

Ihr Motto? Gas geben!

 

 

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Katerina JacobKaterina Jacob
Zu den großen Leidenschaften der Film- und Theaterschauspielerin Katerina Jacob gehört seit jeher die Kunst. So studierte sie 1977 – noch vor ihrer Schauspielausbildung – Malerei an der Münchner Hochschule für bildende Künste. Nach zahlreichen Fernseh- und Bühnenerfolgen und Auszeichnungen wie dem Bambi und dem deutschen Filmpreis, nahm Jacob Ende der 90er-Jahre die
Malerei in Kanada wieder auf. In ihrer zweiten Wahlheimat stellten schon bald namhafte Galerien ihre vor Lebenslust sprühenden Werke aus, und das mit großem Erfolg. In Deutschland wurde
Jacobs Talent für die Malerei 2004 im Rahmen einer SOS Kinderdorf Benefizaktion entdeckt, als sie eines ihrer Bilder spendete.

2008 Nachgefragt bei Katerina Jacob

DV: Butterbrot, geeister Blutwurstschaum oder Parmesan-Espuma – wo liegen Ihre kulinarischen
Vorlieben?
KJ: Ich liebe Butterbrot.

DV: Mit welchem Gericht kann man Ihnen so richtig einheizen?
KJ: Chili con Carne.

DV: Und bei was läuft es Ihnen eher kalt den Rücken herunter?
KJ: Bei allen Sorten Nudeln.

DV: Was passiert in Ihrem Kopf, wenn Ihnen der Duft von Zimt und Glühwein in die Nase steigt?
KJ: Dann bekomme ich Kopfweh.

DV: Winter ist für Sie...?
KJ: Kalt.

DV: Über welches essbare Weihnachtsgeschenk würden Sie sich freuen?
KJ: Wenn Sich mein M
ann mit Schokolade eincremen
würde.

DV: Welche drei Dinge würden Sie auf eine Nordpol-Expedition mitnehmen und warum?
KJ: 1. einen Piloten; 2. ein Flugzeug, das auf Eis landen kann und 3. eine Flasche Whiskey. Alles, damit ich schnellstmöglich wieder weg komme.

DV: Mit wem würden Sie gerne mal Schlitten fahren und warum?
KJ: Mit Kollegen, wenn sie unangenehm sind.

DV: Für ein perfektes Dinner braucht man...?
KJ: Den richtigen Mann.

DV: Was darf in keiner Küche fehlen?
KJ: Eine Digitalwaage, damit ich meine Gerichte genau nach dem ganzheitlichem Ernährungs- und Stoffwechselprogramm Metabolic Balance zubereiten kann.

 

 
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Ralf Bauer
2008 Nachgefragt bei Ralf Bauer


Schon seit 30 Jahren begeistert sich Ralf Bauer für asiatische Sportarten. Als Kind war er von der legendären Fernsehserie Kung-Fu fasziniert, aber das längst nicht nur wegen der spektakulären Stunts der Darsteller. Ein besonderes Faible hat der sympathische Schauspieler für Sportarten, die mit einer Philosophie verknüpft sind – aber mit einer, „die man selbst im Alltag leben kann“. Über Judo und Tai Chi kam er zum Yoga, das er nun schon seit vielen Jahren intensiv betreibt. So macht er jeden Morgen den Sonnengruß, eine spezielle Yoga-Übung. „Das einzige, was ich dazu brauche, ist ein bisschen Platz und eine bequeme Trainingshose.“

Ähnlich unkompliziert geht Ralf Bauer mit dem Thema Kochen um: „Ich mache das, was mir schmeckt“, und das sind vor allem die asiatischen Gerichte. Er schätzt daran die frische, leichte und gesunde Art der Zubereitung mit viel Gemüse. Schließlich ist es besser, Gesundheit zu erhalten, als Krankheit zu heilen – so eine asiatische Weisheit. Großes Publikum braucht er zum Kochen nicht, falls er Zeit hat, kommt der Wok auch gerne fürs Dinner for One auf den Herd. Aber auch wenn er unterwegs ist – und das ist er ziemlich oft – gibt sich der Genussmensch Bauer nicht mit der erstbesten Imbissbude zufrieden. Wer sich also fragt, wo es den weltbesten Espresso gibt (Vancouver) oder die sensationellste Pekingente (Hamburg): Ralf Bauer hat die Antworten.

Ralf Bauer
Ralf Bauer (41) gehört zu den vielseitigsten und sympathischsten deutschen Charakterdarstellern. In zahlreichen Theater-, Film- und Fernsehproduktionen begeistert er seit vielen Jahren Kritiker wie Publikum. Seinen TV-Durchbruch feierte er Mitte der 1990er Jahre mit der ARD TV-Produktion „Gegen den Wind“. Derzeit steht Ralf Bauer in Köln für die TV-Krimiserie „SOKO“ vor der Kamera.
 
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Miroslav Nemec
2007 Nachgefragt bei Miroslav Nemec

Ihre Lieblingsspeise?

Da kann ich nur antworten “Essen is´mei Leibspeis´” Das ist ein Spruch aus Österreich

Was essen Sie gar nicht gern?
Seeigel.

Was trinken Sie am liebsten zum Essen?
Bier und Rotwein.

Gibt es ein Gericht Ihrer Mutter, an das Sie sich beesonders gerne erinnern?
Sarma, das sind Kraut-Roladen, und Kutteln. Letztere gab´s öfter, weil sie preiswert waren.

Was darf bei einem perfekten Dinner auf keinen Fall fehlen?
Die richtigen Mitesser.

“Mit Seeigel verjagt man mich von
jedem Tisch”
Miroslav Nemec
Der Schauspieler Miroslav Nemec (53) fasziniert sein Publikum seit mehr als 15 Jahren als Münchner Tatort-kommissar Ivo Batic. Im neuesten BR-Tatort “Der finger” (Ausstrahlung Ende April) ermittelt Nemec
verdeckt in der Münchner Gourmetszene. Neben der Schauspielerei pflegt der gebürtige Kroate noch eine zweite Leidenschaft: die Musik. Gemeinsam mit seiner Band “Asphyxia”, die bereits zu Freisinger Gymnasialzeiten zueinander fand, rockt Nemec immer wieder gerne die Konzerthallen landauf landab. Und bekommt lobende Kritiken! Mit zahlreichen Benefizkonzerten engagiert sich Nemec zudem für den
Verein “Hand in Hand e. V.”, der Kriegswaisen im kroatischen Istrien unterstütz.
Was können Sie am besten kochen?
Da müssen Sie andere fragen. Meine Freundin sagt gerade Fisch.

Ihr wichtigstes Küchengerät?
Ein scharfes Messer.

Auf welche internationale Küche möchten Sie keinesfalls verzichten?
Auf ditalienische.

Welches Restaurant hat Sie in Ihrem Leben am meisten beeindruckt? Und warum?
Das waren Fischlokale auf den kroatischen Inseln. Das Ambiente dort besorgt die Natur und die Lokale konzentrieren sich auf das Wesenliche: gutes Essen und Freundlichsein.

Mit welcher Person der Zeitgeschichte hätten Sie gerne einmal zu Abend gegessen?
Mit Wolfgang Amadeus Mozart. Der war sicher ein humorvoller und sinnlicher Esser
und Plauderer.

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Michael Sporer
2006 Nachgefragt bei Michael Sporer

„Lust auf einen Picknick-Ausflug, Herr Sporer?”


Im Grünen ist Michael Sporer (xx Alter) ziemlich oft - beim morgendlichen Joggen im Englischen Garten in München. Mit Dolce Vita sprach der sportbegeisterte Moderator darüber, für was es ihn sonst an die frische Luft treibt. „Ein Picknick ist eine großartige Sache, aber das muss richtig gut vorbereitet sein. Einfach nur Butterbrot und Apfelschorle, das wäre mir zu wenig. Lieber mache ich nur einmal im Jahr einen schönen Ausflug, dafür dann aber mit allen Finessen.“ Ein bisschen feudal darf es gerne sein, wenn Michael Sporer picknickt. Dazu gehört für ihn der gekühlte Champagner genauso wie edle Accessoires. „Und für die perfekte Inszenierung muss auch das Ambiente stimmen, zum Beispiel eine abgeschiedene Waldlichtung. Oder man mietet sich ein kleines Boot und schippert damit auf dem Starnberger See. Herrlich!“ Zeit für solche Ausfahrten hat er allerdings kaum. Findet sich doch einmal ein freier Abend im Terminkalender, nutzt der ambitionierte Hobby-Koch diese Stunden für einen kulinarischen Abend mit lieben Freunden. Auch, weil es sich beim Kochen wunderbar abschalten lässt. „Ich bin leidenschaftlich gerne Gastgeber und liebe es, andere zu bekochen. Schon meinen Eltern hatte ich als Kind ganze Menüs serviert. Meine Mutter hat dann das Abspülen übernommen - das war unser Deal.“

Michael Sporer
Moderieren liegt Michael Sporer im Blut. Schon als Kind vergnügte er sich vorm heimischen Fernseher und kommentierte Fußballspiele. An seiner Leidenschaft für Sport, Kamera und Mikrofonkonnte auch ein abgeschlossenes BWL-Studium nichts ändern. Seit mehr 15 Jahren ist er in der Medienwelt zuhause, seit Anfang 2000 beim Bayerischen Fernsehen unter anderem im täglichen Nachmittagsmagazin
„Wir in Bayern“ und als Sportmoderator zu sehen. Hörern des Münchner
Lokalradios 95.5 Charivari ist der sympathische Oberbayer ebenfalls kein Unbekannter, er hat dort eine eigene Show. Außerdem ist Sporer ein gefragter Off- und Synchronsprecher bei vielen Fernsehsendern und moderiert große Firmen- und Galaevents.
 

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Michael Sporer@ Bildrechte: Christian Schoppe, www.nina-ruge.de

2005 Nachgefragt bei Nina Ruge

„Wie früstücken Sie am liebsten, Frau Ruge”


IFür Nina Ruge, 49, wird im Leben immer "alles gut". Die Buchautorin, Geschirrdesignerin und ZDF-Moderatorin hat Dolce Vita erzählt, was Sie beim Frühstücken gut findet.
Deutschlands hübscheste Moderatorin ("Leute Heute") liebt den fruchtigen Start in den Tag. "Ich bin ein ausgemachter Beerenfan. Am liebsten esse ich einen Berg frischer Himbeeren, Heidelbeeren und Brombeeren zum Frühstück. "Rundum glücklich wird sie, wenn dazu noch Litschis und obendrauf Minzblätter mommen, mit etwas Palmzucker und freich gepresstem Grapefruitsaft". Wenn zwischen den vielen Terminen ein freier Vormittag ansteht, genießt sie nach dem Joggen in der Mogensonne die ausgedehnte Variante des Frühstücks. "Wenn mal Zeit für ein Brunch ist, liebe ich alles was mit Tomaten zu tun hat: Tomatensalat, Omlette mit Tomaten und vielen Kräutern
!" Ein Brotfan ist sie nicht. Eintige Ausnahme: Vollkorn. Für Nina Ruge gehören zu einem Pperfekten Frühstück zudem ein frischer gebrühter Kaffee ("am besten in meiner Einbau-Miele-Wundermaschine"), ganz viel stilles Mineralwasser und gute Musik (Chill-out oder Klassik"). Unterwegs – zum Beispiel bei den Oscar-Verleihungen in Los Angeles – bestellt sie in Hotels oft Oatmeal mit Wasser gekocht. "Das finden viele völlig crazy, aber ich steh drauf – ohne Zucker, mit Rosinen!" Doch unabhängig von feder kulinarischen Köstlichkeit braucht Nina Ruge eine ganz spezielle Zutat zum Start in den Tag: "Ein geliebter Mensch gehört natürlcih auch dazu" Dann wird sicherlich alles gut.

Nina Ruge
ist eine vielseitige Frau. Sie moderiert, schreibt Bücher – und entwirft Geschirr. Für Arzberg hat sie eine exklusive Porzellankollektion gestaltet. Diese umfasst alles: von der Espressotasse bis zum Suppenteller.
 

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Reinhard Fendrich
@ Bildrechte: www.ossifant-foto.at
www.fendrich.at

2004 Nachgefragt bei Reinhard Fendrich

„Für wen kochen Sie am liebsten, Herr Fendrich”


Reinhard Fendrich, ist der "Macho, Macho" unter den Österreichs Liedermachern, ein König der Unterhaltung ein echter Genießer. Dolce Vita erklärt er, was beim Essen wichtig ist.

Seine Fans lieben Ihn, weil er so ist, wie er ist – bodenständig, echt, ungekünstelt. Und so isst er auch. In der Küche zieht er das schlicht Gute dem großen auftritt vor. Einzige Bedingung: die Qualität muss stimmen. Deshalb kauft der gebürtige Wiener, der mittlerweile auf Mallorca lebt, Fleichs, Obst und Gemüse von einheimischen Bauern. Olivenöl presst er sogar selbst. Sein Lieblingsgericht bleibt jedoch ein österreichischer Klassiker: geröstete Knödel. Die schmecken ihm am besten, wenn sie von einer original böhmischen Großmutter zubereitet werden. Er steht aber auch selbst gern in der Küche, weil er kreatives Schaffen liebt und Kochen ihn entspannt. Fendrich: "Das lenkt mich vom Schreiben, Malen und Musikproduzieren ab." Die wichtigsten zutaten für ein gelungenes Menü sind für ihn "eine gute Atmosphäre und vor allem viel Ruhe". Dann genießt er, lässt sich verführen von der Lust am Geschmack. Friedrich: "Man sagt zwar: Essen ist der Sex des Alters. Aber bei mir ist noch lange nicht so weit."

Reinhard Fendrich
Reinhard Fendrich bekocht am liebsten seine beiden Söhne Lukas und Florian. Für ein gemeinsames Familienessen in seiner mallorquinischen Finca nimmt sich der erfolgreiche Musiker immer Zeit. In seinem Studio auf der Insel hat er auch das neue Album "aufLeben" produziert. "Hier kann ich am besten arbeiten", sagt Fendrich, "ich mag den pastoralen Frieden der Landschaft, Ich habe mir sogar ein paar Schafe und einen Esel gekauft.